Wissenschaftstheorie 9

Wissenschaftstheorie 9

(Eine weitere Doktorarbeit. Titel 2016 geändert)

Publiziert am 16. November 2012 11:15/Aktualisiert am 09. Februar 2016 13:36
DIE GEGENWART DER VERGANGENHEIT – DIE VERGANGENHEIT DER GEGENWART

Kategorien: Bild, Geschichte (2011-2016), Geschichte der Wissenschaft, Heute Nr. 1, Heute Nr. 2, Kunst nach 1945, Kunst nach 1990, Kein Plagiat Nr. 1, Kein Plagiat Nr. 2, Medien, Tautologie Nr. 1, Tautologie Nr. 2, Wissenschaft, Wissenschaftliche Prüfung, Jean-Jacques Rousseau, Adam Smith

Schlagwörter: Analyse, Begriff, Wissenschaft, Hermeneutik

Quellen und Fragmente/Oder: Das Internet.
Stoffsammlung zur Theorie der Wissenschaft in der Doktorarbeit Guttenbergs

Einträge auf anderen Accounts:

1.)

Fragment Nr. 7
a)
http://mfmkmuenchen.livejournal.com/

b)
http:///slowart.livejournal.com/

2.)

Fragment Nr. 8
https://www.facebook.com/Karl-Theodor-zu-Guttenberg-talentierter-und-politisch-denkender-Mensch-260131847346292/?ref=ts&fref=ts

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=559578577392037&id=260131847346292

https://www.facebook.com/notes/karl-theodor-zu-guttenberg-talentierter-und-politisch-denkender-mensch/das-wikiplott-eine-rehabilitation-karl-theodor-zu-guttenbergs-ist-%C3%BCberf%C3%A4llig-/311640735528736?comment_id=6773621

3.)
Fragment Nr. 9
http://hanspeterporzner.jimdo.com/

Weitere Informationen

YouTube

Mitteilung:

Nachdem nun die Trilogie „Das Wikiplott. Dr. Karl-Theodor Frhr. zu Guttenberg“ fertiggestellt wurde und demnächst auch die Zusammenfassung „Der Politik-Irrtum“, die aber zugleich den überaus aufschlussreichen Sachverhalt dieser Doktorarbeit vor 2006 und nach 2006 zumindest andeutet, bald erscheinen wird, stellt sich die Frage, wie es jetzt weitergeht. Das ist die Frage, die ich zur Zeit am meisten gestellt bekomme.

Hier die Antwort: Diese vier Schriften, die allein für ein wissenschaftlich interessiertes Publikum geschrieben wurden, bereiten von langer Hand nun den eigentlichen Schachzug vor.

Ich werde selbst eine Doktorarbeit mit folgendem Thema anmelden:

Zwei Doktorarbeiten im Vergleich. Oliver Lepsius, Die gegensatzaufhebende Begriffsbildung. Methodenentwicklung in der Weimarer Republik und ihr Verhältnis zur Ideologisierung der Rechtswissenschaft im Nationalsozialismus, München 1994 – Karl-Theodor Frhr. zu Guttenberg, Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU, Berlin 2009. Warum die Doktorarbeit Guttenbergs ein Problem der Doktorarbeit von Oliver Lepsius löst.

Beschreibung:

Beide Einleitungen formulieren auf wenigen Seiten ein rigoroses Problem. Gemeint ist der Sachverhalt Begriffsbildung. Lepsius, der Nachfolger auf dem Lehrstuhl von Guttenbergs Lehrer Peter Häberle in Bayreuth, macht z.T. die Philosophie vor 1933 verantwortlich, weshalb in die juristische Forschung offene Begriffe Einzug halten konnten, was dann auch nach Lepsius das Versagen der deutschen Juristen nach 1933 bedingen musste. Die Einleitung macht aber sichtbar, dass Lepsius ungegenwärtig an mindestens zwei Stellen selbst betreibt, was er kritisiert. An diesen Stellen setzt Guttenbergs Doktorarbeit ein. Das Problem Guttenbergs ist ein juristisches und ein philosophisches in einem mehrfachen Sinne. Wie kann eine Europäische Verfassung möglich sein, möglich werden? Wie sind demokratische Universalisierungsbegriffe möglich? Guttenberg geht das Problem (!) komplex an: wie kann es gelöst werden? Es ist klar zu zeigen, dass er von der Doppelstruktur Politiker/Wissenschaftler/Geheimnisträger und ihrer möglichen wissenschaftlichen Begründung ausgeht;  von hier aus leitet (!) sich das eigentliche Thema, der eigentliche Inhalt und die eigentliche Form dieser genialen Doktorarbeit ab. Es ist klar zu zeigen, dass Guttenberg gar nicht anders an die Sache herangehen konnte, will die Europäische Verfassung nicht scheitern.

Ein großes ethisches Bewusstsein zeichnet an jeder Stelle dieser Doktorarbeit verantwortlich. Wir haben Guttenbergs Theorie der Wissenschaft auszuloten und zu erkennen.

Das alles wurde von der Wissenschaft und dem Journalismus nicht gesehen und eine entsprechende Umsetzung deshalb bis heute nicht geleistet.

Diese Sachverhalte sind in eine juristische Sprache zu übersetzen. Diesbzgl. kann es in Guttenbergs Doktorarbeit an keiner Stelle ein Plagiat geben.

Guttenbergs Doktorarbeit hat rückkoppelnde Konsequenzen für die Doktorarbeit von Oliver Lepsius, diese müsste neu geschrieben werden. Das einseitige Bild, das diese Doktorarbeit zeichnet, ist frappierend. Guttenberg begeht nicht diesen Fehler, operiert aber gleichzeitig auf dem wissenschaftlichen Fundament dieser Doktorarbeit. Es erstaunt nicht mehr: Es zeigt sich noch einmal aus ganz anderer Perspektive, wie sorgfältig Guttenberg an die Sachverhalte eigentlich herangeht.

Das gesamte juristische Umfeld Guttenbergs in der Zeit seiner Doktorarbeit ist zu erforschen und die Kenntnis ganz bestimmter Vorbedingungen notwendig, um die komplexe Lage dieser Doktorarbeit auch an dieser Stelle zu erkennen.

Das ist nun also der nächste Schritt. Diese Vorgehensweise von langer Hand habe ich bereits vor etwa eineinhalb Jahren im Auge gehabt.

Hans-Peter Porzner

Siehe hierzu auch:

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=559578577392037&id=260131847346292

21.11.2012

Bemerkung:

(Diese Bemerkung ist kein Ersatz für das eigene Studieren der vorliegenden Dokumente.)

Obiger Eintrag hat vor zwei Tagen zu einem heftigen Streit mit Juristen und Wissenschaftlern geführt. „Wie kann man nur … Guttenberg, nein! Der hätte so wie so zurücktreten müssen. Dann wäre halt was anderes gekommen.“ Nach drei Stunden war die Sache entschieden. Man hat mir nichts mehr entgegen setzen können. Die ganze Diskussion wurde flach. Man trank dann noch schnell ein weiteres Glas Wein. So endete also die Diskussion. Es ist nüchtern zu konstatieren: Das hängt nicht mit mir zusammen, sondern mit der Doktorarbeit Guttenbergs. Hat man einmal seine Argumentationslinie, die die Wissenschaft seiner Doktorarbeit darlegt, erkannt, lässt sich das Ganze deduzieren. Es ist dann nur noch eine einfache Fingerübung. Meine Trilogie „Das WikiPlott. Dr. Karl-Theodor Frhr. zu Guttenberg“ ist der Versuch, dies alles nachzuvollziehen im Sinne von so könnte es gewesen sein. Es ist trotzdem nur ein Anfang, zu viele Fragen sind noch offen. Aber immerhin, ein Anfang ist gemacht.

Zu diesem Streit ist Folgendes zu sagen:

1.)

Bezogen auf diese Doktorarbeit hat man zur Zeit noch zwei Optionen:

Entweder sie ist ein Plagiat oder sie ist kein Plagiat.

Den ersten Sachverhalt kennt man, den zweiten hält man im Augenblick noch für nicht möglich, d.h. die herrschende Meinung hat sich auch in der Wissenschaft fest eingenistet.

a)

Man hat die Dokumente nicht gelesen. 

b)

Man muss akzeptieren, dass ich mich mit der Doktorarbeit Guttenbergs wissenschaftlich auseinandergesetzt habe und weiter auseinander setzen werde (siehe oben).

c)

Man muss akzeptieren, dass ich ein wissenschaftliches Interesse an dieser Doktorarbeit habe. (Dass man so etwas überhaupt haben kann, ist offensichtlich schon per se ein Ärgernis.)

d)

Wenn man den Essay von Dirk Kurbjuweit im Der Spiegel, Der Sturz der Götter. Warum Demokratie und Erlösung nicht zueinander passen, 45/2012, S. 34f. liest, bekommt man den Eindruck, dass es niemals um diese Doktorarbeit gegangen ist. Ich will das nicht kommentieren.

Beachtlich ist jedenfalls, dass Kurbjuweit, wohl der Hauptjournalist des Artikels „Das Märchen vom ehrlichen Karl. (Dr.) zu Guttenberg und die Wahrheit“, in: Der Spiegel, 8/2011, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108425.html , den Sachverhalt nicht vollständig recherchiert hat – diese berühmte Seite 15 seiner Doktorarbeit bereits wird dadurch ganz erheblich verzerrt. Aber dadurch bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen, dem Ganzen nachzugehen, d.h. ich habe hier von Anfang an etwas ganz anderes gesehen.

(http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/guttenberg-dissertation-anfang-bei-f-a-z-abgeschrieben-1593201.html)

Mir ist durch Zufall eine Kleinigkeit aufgefallen, an der aber, wie ich langsam ermitteln konnte, die ganze Architektur der Wissenschaft seiner Doktorarbeit und ihrer Begründung hängt – genauer: Mit der Erforschung dieses Details wird gleichzeitig die Sache seiner Wissenschaftlichkeit sichtbar. Diese Kleinigkeit entpuppte sich als ein Pfeilersystem einer hochkomplizierten Architektur der wissenschaftlichen Letztbegründung. Eines ist ganz gewiss: wir haben einen Blick in ihre Räumlichkeiten werfen dürfen.

Wie ist die Methode dieser Doktorarbeit tatsächlich motiviert? Wodurch weist sie sich aus, sodass wir einsehen, wir haben es mit einer Doktorarbeit, die allen juristischen Bedingungen des Universitätsvertrages entspricht, zu tun?

e)

Wenn man will, bin ich ein Theoretiker dieser Thematik. Das war eigentlich das Resultat dieser Diskussion. Damit war man dann zufrieden. Ich war meinerseits zufrieden, weil ich meine Sparringspartner gezwungen habe, ihre unmittelbare Meinung aufzugeben. Ich habe den Widerstand der bloß ungegenwärtig übernommenen Information verflüssigen können. Ein kleiner Erfolg.

2.)

Das Thema von Guttenbergs Doktorarbeit ist schwierig, gerade wenn man bedenkt, dass wir es zeitgleich mit einem Politiker, einem Wissenschaftler und einem Geheimnisträger zu tun haben. Die Arbeit steuert automatisch in politische Untiefen hinein. Guttenberg hat das deutlich gespürt, dass sich in diesem Kontext des Themas die Sachverhalte nicht naiv einfach zitieren lassen, ohne die politische(n) Gegenseite(n) mit wohl ebenso großer Wirkung auf den Plan zu rufen. (Es ist ein gesondertes Problem, dass viele Autoren in ganz bestimmten Kontexten gar nicht erscheinen wollen. Dieser Sachverhalt soll hier aber ebenso nicht weiter ausgeführt werden.) Die Amerikanische Verfassung, die Europäische Verfassung, das Thema der Globalisierung, Politik und Wissenschaft – wie bekommt man das alles unter einen Hut? Geht das überhaupt? Guttenbergs Doktorarbeit ist ein ehrgeiziges Programm von großer Wichtigkeit bis heute.

(Peter Häberle und Guttenberg haben übersehen, dass Wissenschaft auch in den Alltag gezerrt werden kann. Haben sie das? Was zwei Genies für sich durchschauen, muss noch lange nicht im politischen Machtkampf transparent verkaufbar sein, vor allem dann nicht, wenn man den politischen Gegner auf dem falschen Fuß erwischt hat und dieser sich in Ansehung der plakativen Grobheiten, die hier bis heute möglich sind, gar nicht mehr wehren kann.)

Um es zu wiederholen: Wie gehen die Verhältnisse zusammen?

Die Situation der Doktorarbeit wird zusätzlich noch verschärft, weil die Europäische Verfassung 2006 gescheitert ist. Guttenberg hat seine Doktorarbeit 2006 abgegeben und den Doktortitel erhalten. (Im Herbst 2008 schreibt er das Vorwort in der offiziellen Ausgabe. Uns interessiert als Historiker, was er zwischen 2006 und 2008 noch eingefügt hat. Er schreibt davon in seinem Vorwort. Warum hat sich die Publikation seiner Doktorarbeit, sie ist 2009 erschienen, noch so hingezögert?)

Politik und Wissenschaft bilden in seiner Doktorarbeit einen sich gegenseitig bedingenden Zusammenhang der Begründung. Wie kann man sich als Politiker – und als Wissenschaftler schützen? Hier muss man auf Platons „Politikos“ und seinen „Sophistes“ zurückgreifen. Dieses Thema arbeitete ich mit dem ersten Teil der Trilogie „Das WikiPlott. Dr. Karl-Theodor Frhr. zu Guttenberg“ aus. Es ist ein muss, weil Guttenberg diese Sachverhalte kennt, weil er in diesen Kontexten an dieser Stelle denkt, weil der Sachverhalt diese Sprache spricht.

Um nicht in Fallstricke der philosophischen Argumentation zu geraten, widmen sich die ersten 250 Seiten (!) allein dem Problem, wie diese Vergangenheit für eine Gegenwart eine vernünftige Bedeutung bekommen kann. Man muss erkennen, warum ich selbst das Problem in Dialogform ausarbeite. (Sokrates, Platon, Parmenides, Protagoras usw. führen einen Dialog über Guttenbergs Doktorarbeit; dieser Dialog hebt freilich sehr mühsam und spröde an. Dank an meinen Verleger, der das alles mitgetragen hat.) An einer ganz bestimmten Stelle wird eingesehen, dass Guttenbergs Problem ein Problem Platons in diesen Dialogen ist: ab jetzt wird der neue Sachverhalt auf der Basis Platons als Jetzt-Text analysiert, Guttenbergs Doktorarbeit in der Konsequenz dieser Perspektive als Wissenschaft anerkannt.

Diese Sachverhalte kann man alle beweisen. An versteckter Stelle dieses ersten Teils ist der Beweis erbracht, dass Guttenberg tatsächlich diese Probleme hat und sie auch löst. Da ist er mit aller wünschenswerten Genauigkeit sehr konsequent. Der Sachverhalt trifft für Guttenberg zu. Es ist ein allgemein-philosophischer Bezug.

Er liefert selbst den Beweis, dass man seine Doktorarbeit so lesen muss. Aber wie ist das zu kommunizieren, wo der Journalismus doch nur fünf Sätze haben möchte? Ein Riesenproblem.

a)

Guttenbergs pessimistische Einstellung, was wissenschaftliche Neutralität betrifft, ist hier zu erkennen. Er kann gar keine naive Doktorarbeit abgeben. Seine Doktorarbeit enthält entsprechend auch eine Immunisierungsstrategie vor parteiischer Falsifizierung. Auch das will ich an dieser Stelle nicht weiter kommentieren.

3.)

Es ist zu zeigen, dass eine solche Argumentation in seiner Doktorarbeit zum Tragen kommt. An dieser Stelle fällt ein Licht auf seine Ethik. Die philosophische Argumentation ist also auch aus diesen Gründen leicht in eine juristische zu überführen. Guttenberg geht es um die Europäische Verfassung und um ihre Umsetzung. Diesbzgl. beleuchtet seine Doktorarbeit auf einer anderen Ebene nur ihr Problem; d.h. wenn man nicht ihr Lösungsangebot, die in einem BASALtext, den es eben zu ermitteln gilt, verborgen ist, erkennt, erkennt man auch nicht den Sachverhalt Doktorarbeit. Die Teile sind miteinander unzertrennbar verzahnt. Oberflächentext und BASALtext sind architektonisch durch die Sichtbarmachung der Gliederungsteile – diese Architektur ist also eine gegliederte – zu unterscheiden. Diese Gliederungsteile sind zu diskutieren und in einem Atlas darzustellen. Das alles beweist die Sache der Wissenschaft.

a)

Noch einmal: In diesem BASALtext ist auch seine wissenschaftliche Leistung bezogen auf das Thema seiner Doktorarbeit verborgen – und zugleich die philosophische Begründung für die unmittelbare Methode seines Vorgehens an der „Oberfläche“ des Textes. Wir haben also eigentlich zwei wissenschaftliche Leistungen zu erkennen. Was heißt BASALtext?

4.)

Es ist unabdingbar nötig, dass man die Autoren, die Guttenberg zitiert bzw. nicht-zitiert, gut kennt, um die Veränderungen, die er vornimmt, die Anordnung der Autoren im Text, d.h. ihre Stellung im Text einschätzen und bewerten zu können. Wir haben hier von der Methode der Hermeneutik gesprochen. Die Doktorarbeit zwingt uns dazu, sich mit diesen Autoren zu beschäftigen. Warum zitiert er das an dieser Stelle so? Warum bringt er hier eine Veränderung des Textes, hier eine Verfremdung? Warum darf er den Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages so einsetzen? Es ist klar zu zeigen, dass Guttenberg den Wissenschaftlichen Dienst nicht zitieren muss. Auch das ist aus der Doppelstruktur Politiker/Wissenschaftler/Geheimnisträger und aus dem übergeordneten Interesse seines Themas abzuleiten. Er kann gar keine andere Doktorarbeit abliefern. Seine Methode beweist genau das Gegenteil dessen, was man ihm angekreidet hat. (Genaue Analyse dieser Sachverhalte siehe meine Trilogie „Das WikiPlott. Dr. Karl-Theodor Frhr. zu Guttenberg“.)

5.)

Guttenbergs Doktorarbeit ist durch die Architektur Oberflächentext-BASALtext zu bestimmen. Diesen BASALtext erkennt man nur, wenn man diese Sachverhalte aufzuschlüsseln vermag.

Die entscheidende Frage im Hinblick auf wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit: Durch welche Sache gelangen wir auf diese Ebene des BASALtextes? Das ist es dann auch, was mich vor allem interessiert. Guttenbergs Vorschlag ist wahrlich genial.

a)

Wir kommen ohne dies Internetplattform GuttenPlag Wiki paradoxerweise nicht aus. Erst wenn wir den ganzen Text durchleuchtet haben, erschließt sich uns die Bedeutung des BASALtextes und was er darstellen soll. Es geht um ein Programm zu einer Europäischen Verfassung, um die Sprache Europäische Verfassung.

Diese Internetplattformen sind für sich genommen freilich wissenschaftlich höchst problematisch. Damit kann man keine Wissenschaft machen, d.h. das ist noch keine Wissenschaft. Man kann von hier aus auch kein wissenschaftliches Urteil fällen. Die Methode des Modularisierens steuert in etwas hinein, was weniger ist als eine Hilfswissenschaft. Es ist verwerflich, wenn man hier verharrt und das Ergebnis als abschließendes Resultat nimmt. Jean Baudrillard würde hier vom Obszönen sprechen.

b)

Erst wenn man das durchschaut hat, ist auch Guttenbergs komplexes Denken, das ein wissenschaftstheoretisches und philosophisches zu nennen ist, auszuloten. Das ist dann noch einmal ein eigener Schritt.

Wie sind Begriffe der Universalisierung in Demokratien möglich? Globalisierung und Europäische Verfassung zwingen zu diesen Überlegungen. Wie sind sie – das ist ein großes Thema seiner Doktorarbeit – wissenschaftlich, d.h. philosophisch zu begründen. An dieser Stelle ist er vielen Wissenschaftlern voraus. An dieser Stelle beginnt die Auseinandersetzung mit Autoren wie beispielsweise Oliver Lepsius.

6.)

Eine maximale Kenntnis des politischen, politologischen, soziologischen, rechtswissenschaftlichen Schrifttums ist erwünscht. Dennoch muss das uns nicht unbedingt bezogen auf die Architektur dieser Doktorarbeit weiter bringen. Wir müssen den Blick offen halten. Beispiel: die frühromanische Architektur kann uns ebenso einen Wink geben, wie wir die Komposition dieses Textes uns vorzustellen haben. Das Verhältnis von Krypta und Erdgeschoss ist bezogen auf die westromanische Architektur in der Regel zueinander analog, bezogen auf die ost- südromanische Ausprägung nicht unbedingt, d.h. jenen Typus trifft man hier äußerst selten an (Hans Eckstein). René Descartes' Schrift „Meditationes de prima philosophia“ (1641) ist ein weiteres Beispiel. BASALtext und unmittelbar sichtbarer Text verhalten sich bei Guttenberg nicht analog. Wie hängen diese beiden Texte zusammen? Wir kommen ohne Verständnis in die innere Architektur des Zusammenhangs nicht weiter. Man hat hier eine Sprache zu lernen. Man muss die architektonischen Begrifflichkeiten lernen, ansonsten können wir diese Architektur nicht beschreiben, nicht erklären, nicht verstehen. Genau deshalb müssen wir Seite für Seite analysieren. BASALtext ist hier übrigens nicht zu verwechseln mit dem Sachverhalt von Hauptsystem und Subsystem bei Niklas Luhmann.

a)

Was mich an dieser Doktorarbeit interessiert, fragte man mich. Seit dreißig Jahren erforsche ich solche Zusammenhänge. Vielleicht kann ich in fünf Jahren, wenn es so sein soll, die ersten Bände veröffentlichen. Alle meine Tätigkeitsfelder sind u.a. von dieser oder einer ähnlich gelagerten Thematik bestimmt.

7.)

Guttenberg hat eine schwierige Doktorarbeit geschrieben. Aber sie gibt etwas her. Man kann von ihr viel lernen. Wir stehen mit der geisteswissenschaftlichen Erforschung ihrer Architektur, um auch das noch einmal zu wiederholen, erst am Anfang. Man muss es hervorheben: Sie ist selbst Geisteswissenschaft im Sinne von höchster Wissenschaft.

a)

Eines muss klar sein. Guttenberg hatte keine Chance. Welcher schnellzüngige Journalismus nimmt sich die Zeit, um in diese Materie vorzudringen? Keiner.

b)

Wenn man Guttenberg loswerden wollte, dann nicht auf diesem Weg. Guttenberg hat sich dem Thema der Bedingung der Möglichkeit der Europäischen Verfassung mit Leib und Seele verschrieben. Dass er in diese Konstruktionsprobleme hinein steuern musste, ergibt sich fast zwangsläufig. Sein Doktorvater und er haben eine hervorragende Arbeit geleistet.

c)

Wenn man die Argumentation Plagiat aufrecht erhalten will, muss man meine Argumente widerlegen. Das dürfte schwer fallen. Man kann nur eine andere Deutung versuchen. Das würde mich dann wieder brennend interessieren. Dann beginnt aber das Alltagsgeschäft der Wissenschaft. Es ist eine größere Kunst, diese Doktorarbeit als geisteswissenschaftlich wertvolle Schrift fest in den Wissenschaftsbetrieb einzuführen. Genau das habe ich aber vor.

Näheres hierzu in der bald erscheinenden Zusammenfassung „Der Politik-Irrtum“, Verlag Kastner, Wolnzach 2012.

Siehe hierzu auch:

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